Von Mexiko-Stadt flogen wir also in knapp zwei Stunden nach Sayulita, respektive nach Puerto Vallarta. Mir ”wir“ meine ich meinen Kollegen Alain aus Mexiko-Stadt, der mich bis zum 2. Januar begleiten wollte, und mich. Gleich nach dem Start hatte man eine wundervolle Sicht auf die beiden Vulkane von Mexiko-Stadt, Popocatépetl (Bild rechts) und Iztaccíhuatl (Bild links). Danach überflogen wir bergiges Gebiet und landeten pünktlich in Puerto Vallarta. Von dort nahmen wir einen lokalen Bus (60 Pesos, ca. CHF 3.-, pro Person), der uns in knapp eineinahlb Stunden nach Sayulita brachte. Die Pazifikküste Mexikos ist mehrheitlich sehr gefährlich und gerade im Bundesstaat Guerrero und Michoacán sollte man die Küste meiden. Auch Acapulco ist extrem gefährlich, obwohl sehr viele Menschen - und heutzutage vor allem Mexikaner - dorthin gehen. Sayulita ist jedoch sehr touristisch und deswegen sehr sicher. Es ist ein Surfer-Hot-Spot und trieft vor Touristen, vor allem aus Amerika. Das Ankommen fand ich dementsprechend nicht sehr angenehm, weil es extrem viele Menschen hatte und Englisch dominierte. Es war auch nicht ganz einfach, Restaurants zu finden, die nicht Avocado-Toasts, Burritos, Chia-Bowls oder stark angepasste mexikanische Küche anbot. Das Prinzip ”Zwöschegässle“ funktionierte aber auch hier: Am Ausgang vom Zentrum und in einer Nebenstrasse fanden wir ein einfaches aber authentisches Restaurant (“Tortas y Tacos Toto Pelón“).
Den 31. Dezember verbrachten wir am Strand “Patzcuarito“. Während die meisten Touristen nicht aus Sayulita rausgehen und sich am Hauptstrand oder an Stränden, wo man mit dem Golfkart hingelangt, tummeln, nahmen Alain und ich die Füsse in die Hand und nahmen einen kleinen Weg durch den Jungle, um an den etwas weiter weg gelegenen Strand Patzcuarito zu gelangen. Unterwegs trafen wir nur wenige Menschen und auch der Strand war mehrheitlich verlassen. Perfekt!
Am Abend kehrten wir ultimativ hungrig und mit ein paar Chips und Früchten als Mittagessen intus ins Dorf zurück. Hungrig und mit Lust nach mexikanischer Küche, hatten wir das Glück, einen Tacostand zu finden, der absolut genial war (“Tacos al Pastor Tal ivan“). Mit Guacamole als Einstieg, verwöhnten wir und danach mit Tacos al Pastor, Tacos de Carne Arrachera, Tacos de Carne Asada und Tacos de Camarrón. Absolut empfehlenswert und mit 24-27 Pesos das Stück (ca. CHF 1.50) auch sehr preiswert.
Den restlichen Abend verbrachten wir abseits der Touristenmassen auf der Terrasse unseres Air BnBs und vergnügten uns ab dem Fest, dass unsere mexikanischen Nachbarn im Parterre in ihrem Garten veranstalteten. Sie begannen um 10 Uhr am 31. und sassen am 1. Januar um 17 Uhr immernoch da. Die Musik lief also die ganze Nacht und wurde von Chorgesängen der Mexikaner begleitet. Amüsant und spannend, dass ich dennoch ziemlich gut schlafen konnte. :D
Am 1. Januar begaben wir uns erneut zu Fuss zu einem Strand, der diesmal aber am anderen Ende von Sayulita lag: “Playa de las Cuevas“. Erneut begaben wir uns in den Jungle und suchten unseren Weg durchs Dickicht. Am Strand angekommen wusste man zugleich, dass sich die kleine Reise gelohnt hat. Der Strand ist enorm schön und hat sehr sehr wenige Menschen, also absolut “a mi gusto“. Auf dem Weg zurück nahmen wir einen anderen Weg und stiegen in der steilen Küste ziemlich weit nach oben, was uns einen wundervollen Blick über den Strand und umgebung ermöglichte. Eine Aussicht, die zum tief Durchatmen anregte - herrlich!
Nach einem erneuten Nachtessen in der bereits erwähnten Tacería, die uns am 31. Dezember so überzeugte, dass wir dachten, jedes andere Restaurant würde uns enttäuschen, verbrachten wir noch eine Nacht in Sayulita, bevor es am 2. Januar mit einem ungewohnt modernen Bus der Firma “Vallarta Plus“ in vier Stunden nach Guadalajara geht. Die Stadt, von der die Mexikaner sagen, dass dort die schönsten Mexikaner und Mexikanerinnen leben.






















Wow - was für Bilder! Wenn Engel reisen! Super Blick auf den Popocatépetl (welcher Rauch zeigt) und den Iztacchihuatl (ohne Rauch). Die beiden Strände sehen super aus, wobei derjenige vom Neujahrsmorgen auf mich noch besser wirkt! Und das Essen - du scheinst es a) zu geniessen und b) hungrig gewesen zu sein :-)
AntwortenLöschen:-)
LöschenNoch eine Frage: was bedeuten die verschieden-farbenen Tücher, die überall in den Strassen aufgehängt sind?
AntwortenLöschenDas ist das sogenannte “Papel Picado“ (dt. ungefähr ‘durchlöchertes Papier‘), welches in Mexiko traditionell an Feiertagen aufgehänkt wird. Es ist sehr stark mit dem Día de Muertos assoziiert, wird mittlerweile aber an den meisten Festtagen aufgehänkt und hat sich als Brauch sogar auf Lateinamerika ausgeweitet. Es gibt viele maschinell hergestellte Papel Picados aber auch noch die traditionell und von Hand ausgestochenen Papel Picados.
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