Mittwoch, 11. Juli 2018

Uvita - das „ursprüngliche Costa Rica“

Nachdem mir Dominical wirklich sehr gut gefallen hat, war ich gespannt auf das mit dem Bus 20 Minuten im Süden liegende Uvita. Man sagte mir, die Strände seien schön, Uvita selber jedoch nicht wahnsinnig aufregend. Und so fühlte ich mich nach der Ankunft tatsächlich etwas desillusioniert. Dominical war auch klein, aber hatte Charm. Uvita wirkte auf mich wie vergessen gegangen. Wohl auch deswegen sagt man, dass man in Uvita noch das „ursprüngliche Costa Rica zu sehen bekommt“.
Das „Zentrum“ bestand aus einer Bank, einem Supermarkt, einem Elektrogeschäft und zwei Restaurants. Mehr als eine Strassenkreuzung gab es also nicht zu sehen. Da gerade Fussball-WM lief, setzte ich mich in eines der beiden Restaurants, genoss das Spiel, kostete mit „Chifrijo“ eineo weitere costa-ricanische Spezialität und gönnte mir (wie man das in Costa Rica halt so macht) einen Smoothie (diesmal eine Ananas-Basilikum-Kombination. Chifrijo seinerseits besteht aus Reis, Schweinefleisch Stückchen, Bohnen, Pico de Gallo (Spezialität aus Bohnen und schwarzem Reis), Avocado und Tortillas Chips. Es schmeckte wirklich sehr gut!



Wasserfall und Nationalpark

Mein erster Tag in Uvita war sehr weitläufig. Am Morgen spazierte ich von meinem Hostel rund 50 Minuten den Hügel hinauf zu einem Wasserfall. Mein Glück war, dass ich eher früh dahin kam, denn so konnte ich die Natur, ein Bad im Wasser und die Atmosphäre, die den Wasserfall umgab, geniessen, bevor die Familien kamen und beim Wasserfall picknickten.

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Vom Wasserfall ging es zu Fuss ans andere Ende von Uvita. Zum Nationalpark Marino Ballena (Ballena = dt. Walfisch). Das Spezielle an diesem Park ist, dass dessen Form aus der Luft aussieht wie eine Walflosse und dass hierhin auch tatsächlich Wale kommen. Als Ausländer musste man satte 6 USD für den Eintritt bezahlen. Das klingt jetzt nicht nach viel, wenn man bedenkt dass es sich beim Nationalpark quasi nur um einen Strand handelt, kann man diesen Preis schon als fragwürdig betrachten. Wie auch immer, brav zahlte ich den Eintritt und genoss einen Barfuss Spaziergang am Strand entlang. Den Besuch hatte ich extra auf den Nachmittag gelegt, da man nur bei Ebbe auf der charakteristischen Walflosse spazieren kann. Bei Flut ist die Flosse überdeckt und der Strand somit einiges kleiner.





Man beachte den Papagei, der um die Palmen herumfliegt
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Das schöne war, dass am Strand die Papageien, die ich im Nationalpark Carara so verzweifelt gesucht hatte, einfach so frei umherflogen. Wirklich prachtvolle Tiere diese Aras. Sie fliegen immer zu zweit (ein Paar) und sind ihr Leben lang mit demselben Partner zusammen.

Der nächste „Playa Hermosa“


Der zweite Uvita-Tag sollte etwas ruhiger werden. Also nahm ich den Bus zurück in Richtung Dominical und stieg nach rund 5 Minuten aus. Dieser Strand hiess ebenfalls Playa Hermosa (wie bereits in Jacó) und war tatsächlich sehr schön. Die starke Strömung verhinderte jedoch ein gemütliches Baden und man musste sich sehr in Acht nehmen. Einmal wurde ich von einer Welle von den Füssen gerissen und zu Boden (also unter Wasser) gedrückt. Da ich mich jedoch nicht tief im Wasser befand, geschah nichts weiteres, als dass ich mir eine Schürfwunde zuzog.



Die Rückkehr nach Uvita war eine richtige Geduldsprobe. In und um Uvita bewegen sich alle mit ihren eigenen Autos, Busse fahren nur sehr selten und Taxis sind in dieser Gegend auch selten zu sehen. Kurz gesagt: nach 1.5h Warten und dem Verpassen von 2 Bussen und 2 Taxis (weil ich aufgrund plötzlich sehr starkem Regen unterstehen musste und die Autos nicht stoppen konnte), kam ich schliesslich zurück nach Uvita. Etwas platt, gönnte ich mir einen Burger in einem der beiden Restaurants. Eine wohltat!

Kommentare:

  1. Das sind doch nochmals tolle, vielseitige Erfahrungen im weiten Costa Rica. Der Fluss mit dem Morgenschwumm wirkt sehr schön und ruhig, erinnert mich etwas ans Verzascatal, obwohl ich schon lange nicht mehr da war. Aber eine Beach haben wir in der Schweiz definitiv nicht zu bieten. No en schöne Räschte, bis bald Mami

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    1. Ja die Beach fehlt in der Schweiz tatsächlich. Dafür hat sie andere Vorzüge ;-)

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  2. Spannende, eindrückliche Bilder! Insbesondere gefällt der kleine Teich und das verträumt in der Natur stehende Kassenhäuschen :-) Die Stände animieren zum Rüberbeamen!

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    1. Ja, es war tatsächlich ein kleines Naturparadies! Idyllisch.

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